Preussische S1

Die erste Serie der S 1 war 1884 die erste Verbundmaschine für den Schnellzugverkehr, die für die Preußischen Staatseisenbahnen hergestellt wurde. Der Vorteil der Verbundbauweise war die Brennstoffeinsparung. So verbrauchten diese Fahrzeuge rund 15 % weniger als vergleichbare Zwillingslokomotiven. Allerdings hatten die Verbundmaschinen anfangs bauartbedingte Anfahrtsschwierigkeiten, so dass wohl auch deswegen der Weiterbau der Verbund-S 1 unterblieb. Aus diesem Typ der S 1 entwickelte man später die P 3.2, welche sehr viele Ähnlichkeiten in der Konstruktion aufwies. Die Lokomotiven wurden alle in der Direktion Hannover eingesetzt. Als sie später für den Schnellzugverkehr zu schwach wurden, erfolgte der Einsatz auch im Personenverkehr. Die meisten Loks wurden bis 1914 ausgemustert, wenige blieben noch bis 1922 im Bestand.

Verfügbarkeit: 1884-1922
Höchstgeschwindigkeit: 90 km/h
Leistung: 450 kW
Anfahrzugkraft: 80 kN
Gewicht: 38 t